Schulprogramm

Fortschreibung des Schulprogramms des OSZ Dahme- Spreewald

Beschluss der Schulkonferenz vom 20. März 2013

 

1. Leitlinien

 

Das OSZ ist ein moderner, freundlicher und lebendiger Ort, der den Schülern und Schülerinnen und Auszubildenden neben Wissen, Können und Werten auch Freude und Spaß am Leben und Lernen vermittelt.

 

Wir praktizieren, pflegen und gestalten einen offenen, ehrlichen und toleranten Umgang.

 

Das OSZ ist ein zuverlässiger, stabiler und anerkannter Partner der regionalen und überregionalen Wirtschaft.

 

Die Qualität von Schule und Unterricht orientiert sich an den mit der Institution Schule verbundenen Erwartungen. Lernergebnisse und pädagogische Wirkungen und Erfolge sind im Kernprozess der Schule (Lehren und Lernen) messbare Ergebnisqualität.

 

Wir gestalten die Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung, der Teilhabe am schulischen und außerschulischen Leben sowie der weiterführenden Bildung, Ausbildung und des beruflichen Fortkommens aktiv.

 

2. Das OSZ Dahme- Spreewald– Partner der Beruflichen Bildung

 

Mit den Standorten in Schönefeld, Lübben und in Königs Wusterhausen repräsentiert das OSZ Dahme- Spreewald die Berufliche Bildung im Umfeld einer wirtschaftlich starken und wachsenden Region. Gleichzeitig wird die besondere Struktur des OSZ den strukturpolitischen Gegebenheiten des Landkreises gerecht.

 

Wir sind ein zuverlässiger Partner der regionalen und überregionalen Unternehmen und Institutionen. Die Bandbreite der klassischen Berufe in den Berufsfeldern Wirtschaft und Verwaltung, Technik, und Ernährung und Hauswirtschaft trägt dem spezifischen Bedarf der sich rasant entwickelnden Region Rechnung. Zusammen mit den Bildungsgängen, die zur Allgemeinen Hochschulreife und zur Fachhochschulreife führen, bestimmen sie das Profil des OSZ Dahme- Spreewald. Die Kooperation zu den Allgemeinbildenden Schulen, Hochschulen und Bildungspartnern gewährleistet die notwendige Transparenz, Durchlässigkeit und Nachhaltigkeit von Schule für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Auszubildende.

 

Der Landkreis Dahme-Spreewald schafft und erhält als Schulträger die Voraussetzungen, um einen hohen Ausbildungsstandard realisieren zu können.

 

Die Unternehmen der  Luft- und Raumfahrt, der leistungsstarke Mittelstand und insbesondere der Flughafen BER sind die Impulsgeber für die Weiterentwicklung zum Wirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitsstandort Dahme- Spreewald. Das OSZ wird in diesem Umfeld seinen Aufgaben in einer sich demographisch und bedarfsgerecht verändernden Bildungslandschaft in vollem Umfang gerecht.

 

3. Unterricht

 

Gute Lern- und Leistungsergebnisse der Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden sind das Ergebnis einer planvollen Gestaltung der Lehr-, Lern- und Arbeitsprozesse in den jeweiligen Bildungsgängen. Bildung und Erziehung als Einheit sind in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, erwachsenen Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden und den Partnern der Beruflichen Bildung eine wesentliche Voraussetzung.

 

Ein qualifiziertes und motiviertes Lehrerkollegium realisiert in allen Fachbereichen und Bildungsgängen einen handlungs- und vor allem praxisorientierten Unterricht. Grundlage dafür sind die allen bekannten Rahmenpläne, Unterrichtsvorgaben, Handreichungen und das schulinterne Curriculum. Das schulinterne Curriculum wird in angemessenen Abständen überarbeitet. Stoffverteilungspläne werden jährlich aktualisiert.

 

Moderne Fachlabore (PC, Kfz, Physik, Technik, Frisöre, Lehrküche, Lehrrestaurant …) und angepasste Unterrichtskonzepte tragen maßgeblich dazu bei, Kompetenzen zu entwickeln und zu vertiefen. Zusatz- und Förderangebote, Binnendifferenzierung, Praxisbezug, Fachlichkeit und ein handlungsorientierter Unterricht ermöglichen die Berufsfähigkeit und/oder Studierfähigkeit zum Abschluss des Bildungsganges.

 

Allgemeinbildende (berufsübergreifende) und berufsbezogene Fächer werden angemessen gewichtet. In der Berufsausbildung werden auch die Allgemeinbildenden Fächer berufsorientiert unterrichtet.

 

Das OSZ ist seit 2004 die einzige zertifizierte Schule in Brandenburg für die Ausbildung von Fluggerätmechanikern/-innen. Mit dieser Zusatzqualifikation, dem Fremdsprachenzertifikat und weiteren berufsspezifischen und schulischen Angeboten wird der Unterricht ergebnisorientiert begleitet und zukunftsorientiert ergänzt.

 

Die Wahrnehmung von Fortbildungsangeboten, Informationspraktika und die Praxisnähe sind der Garant für eine hohe Professionalität der Lehrkräfte.

 

4. Kooperationen, schulische und außerschulische Projekte und Wettbewerbe

 

Die Optimierung des Übergangsmanagements von der Grundschule bis zur Berufsschule, Fachoberschule und dem Beruflichen Gymnasium war der inhaltliche Schwerpunkt der Bildungskonferenzen am OSZ. Kooperationsvereinbarungen mit Grundschulen, Oberschulen, Förderschulen, dem Zweiten Bildungsweg, Hochschulen und weiteren Institutionen (z. B. Arbeitsagentur) sind im Ergebnis die ideale Voraussetzung für eine intensive Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung und Bildungsgangberatung. Das OSZ gestaltet die nachfolgenden Veranstaltungen durch Vertreter/-innen der Schulleitung und des Kollegiums kontinuierlich aktiv mit:

 

-          Elternversammlungen – Ü7-Verfahren (Übergang von der Grundschule zur/
           zum Oberschule, Gymnasium

-          Elternversammlungen – Ü11-Verfahren (Übergang von der Oberschule zur
           Berufsausbildung, Beruflichen Gymnasium, Fachoberschule,
           Berufsvorbereitung)

-          Tage der offenen Tür am OSZ und an anderen Schulen

-          Regionale und überregionale Ausbildungsbörsen

-          Berufsorientierungstage der abgebenden Schulen

 

Mit schulischen und außerschulischen Projekten werden die Schülerinnen und Schüler und Auszubildenden aktiv in das Übergangsmanagement einbezogen.

                                              

-          „Studieren lohnt sich“

-          „Schnupperstudium“

-          Projekttage für künftige Schulabgänger am OSZ (Kfz, Frisöre, FOS,
           Berufliches Gymnasium)

-          Ausbildertage am OSZ

 

Mit schulischen und außerschulischen Projekten wird der Unterricht begleitet und ergänzt:

-          Wochen der Verkehrssicherheit (seit 1997…)

-          „Kennenlerntage“

-          Erlebnispädagogik mit SchülerInnen, Auszubildenden und LehrerInnen

-          Brandenburger Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage

-          Motortuning

-          Knigge 2.0

-          Börsenspiel

-          Fachexkursionen u. a. nach Barcelona, London, Stockholm, Prag, Naumburg…

-          Skilager in Südtirol

 

Schülerinnen, Schüler und Auszubildende beteiligen sich an schulischen und außerschulischen Wettbewerben

 

-          Sportlichste/r Auszubildende/r in Brandenburg

-          Fußball-Pokal des MBJS

-          Volleyball-Pokal des MBJS

-          Regionalmeisterschaften „Kochen“

-          Ländervergleich „Kochen“

 

5. Qualitätsentwicklung und –Qualitätsmanagement aktiv mitgestalten

 

Die Schulleitung, die Kolleginnen und Kollegen, die Schülerinnen und Schüler und Auszubildenden entwickeln und gestalten gemeinsam die Vorstellungen von einer guten Schule.

 

-          das Konzept „Verlässliche Schule“ kennen, umsetzen und aktualisieren

-          Stunden- und Aufsichtspläne durch Evaluation optimieren

-          transparente Einsatz-, Turnus- und Stundenplanung

-          kollegiale Unterrichtsbesuche ermöglichen die fachliche, pädagogische und
           organisatorische Abstimmung

-          vertrauensvoller Dialog im Leistungs- und Entwicklungsgespräch

-          Teilnahme der Schülervertreter an Konferenzen

-          externes Coaching (Schulleitung, Abteilungsleitung…) ermöglicht eine
           ergebnisorientierte „Draufsicht“

-          externe Schulberater unterstützen und begleiten schulische Prozesse

-          Lehrernachwuchs im eigenen Haus ausbilden

-          schulinterne Fortbildung von und mit Referendaren organisieren

-          Standards entwickeln, professionalisieren und umsetzen

-          Mitarbeit in Prüfungs-, Berufsbildungsausschüssen, Arbeitskreisen

-          begleitende Integration von neuen Kolleginnen und Kollegen, Gastlehrern,
           Referendaren, Praktikanten

-          pädagogisch, fachlichen Austausch in den FK, LBK aktiv gestalten

-          Teilnahme und Teilhabe der Schülerinnen und Schüler und Azubi ermöglichen

 

6. Schulklima

 

Das OSZ ist und bleibt ein moderner, innovativer, freundlicher, heller und gut ausgestatteter Lern- und Lebensraum. Die Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden, Lehrerinnen und Lehrer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich wohl und machen von unserer Schule Gebrauch.

 

            Wir

-          legen Wert auf ein gutes Schulklima

-          legen Wert auf Vertrauen, Transparenz und Identifikation mit unserer Schule

-          legen großen Wert auf eine von Respekt und Offenheit geprägte
           Kommunikation, ein tolerantes Miteinander und akzeptieren Regeln

-          pflegen Traditionen

-          gestalten den Lebensraum Schule und das Schulleben aktiv mit

-          JEDER nimmt seine Verantwortung für die Schule Ernst und wahr

-          legen Wert auf den Erhalt der Werte

-          erkennen, achten und würdigen besondere Leistungen

-          praktizieren eine hohe Streitkultur

 

 

 

Chronologie der Fortschreibung

 

Die Fortschreibung des Schulprogramms des OSZ Dahme Spreewald wurde im Ergebnis der Gesamtlehrerkonferenz vom 10.08.2011 der zu bildenden Arbeitgruppe übertragen.

Die Arbeitsgruppe Schulprogramm hat sich am 20.10. 2011 in folgender Zusammensetzung konstituiert:

 

Herr Tölpe                  Schulleiter

Frau Kreutz                 Lehrerin Abteilung 1 (später A2)

Frau Koffke                 Lehrerin Abteilung 1

Frau Grabs                  Lehrerin Abteilung 2

Frau Thiele                  Lehrerin Abteilung 2

Frau Luttuschka           Lehrerin Abteilung 3

Stefan Wutzke             Schülersprecher OSZ; Auszubildender/ Restaurantfachmann

Frau Weghenkel           externe Schulberaterin

Herr Dr. Willich            externer Schulberater

Joy Sylvester               Auszubildende Fluggerätmechanikerin (wurde später kooptiert)

 

Die anfängliche Begleitung durch die externen Schulberater/-in ermöglichte der AG einen unproblematischen und sehr gut organisierten Einstieg in die Sacharbeit.

Die in der GLK vorgeschlagenen inhaltlichen Schwerpunkte bildeten die Grundlage für die Erarbeitung eines ergebnisorientierten Konzeptes.

 

1.   Kontrakt über die Zusammenarbeit zwischen den externen Beratern/-in und der AG vom 24.10.2011

  1. Feststellung des konkreten Überarbeitungsbedarfes
  2. Diskussion der Ziele und Zielgruppen
  3. Begrenzung und Festlegung der inhaltlichen Schwerpunkte
  4. Zeitmanagement
  5. Prinzip der Arbeitsteilung

 

Mit einem im besonderen Maße anzuerkennenden Engagement der Mitglieder der AG konnte die Fortschreibung des Schulprogramms am 30.01.2013 als Beschlussvorlage für die Gesamtkonferenz der Lehrkräfte realisiert werden. Die GLK hat am 18.02.2013 einstimmig beschlossen, die Fortschreibung des Schulprogramms in der vorliegenden Form der Schulkonferenz zu Entscheidung vorzulegen. Die Schulkonferenz hat die Fortschreibung des Schulprogramms am 20.03.2013 gemäß § 91 Absatz 2 Nr.1 einstimmig beschlossen.

 

 

 

Königs Wusterhausen, 18.04.2013                                       K.-U.Tölpe

                                                                                        Schulleiter